JOURNALISMUS

fair, respektvoll, objektiv, aufklärend und informativ - oder subjektiv, einseitig, respektlos und manipulativ? Im Pressekodex der Journalisten, Verleger und Herausgeber (Fassung vom 22.03.2017) ist unter Ziffer 1 verankert:

 "Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien."

 Journalistinnen und Journalisten wie z. B. Antonia Rados, Ulrich Wickert, Stefan Aust oder Jakob Augstein sind positive Persönlichkeiten des fairen, tiefgründigen und vor allem objektiven Journalismus. Sie berücksichtigten historische Umstände und zollten zumeist den Gesprächspartnern angemessenen Respekt. Die Journalisten der „alten Schule“ verzichteten zumeist sehr bewusst auf das Instrument der Spekulation, der persönlichen Meinungsäußerung und auf manipulative Formulierungen. Die gut und verlässlich recherchierte punktgenaue Information stand über die „Sensation“.

 Die Welt entwickelt sich ständig weiter, ebenso der Journalismus und die nachrückende Generation von Journalistinnen und Journalisten. Werden die tiefgründige Recherche, der respektvolle Umgang mit den Gesprächspartnern, die tatsächlichen Fakten und die klare Definierung der zu transportierenden Information der Rahmen des sauberen journalistischen Handelns bleiben? Müssen wir uns in dieser schnelllebigen Zeit möglicherweise darauf einstellen, dass Oberflächlichkeit, Vermutungen, persönliche Annahmen, Spekulationen und kognitive Manipulationen mehr und mehr die Recherche und Faktenanalyse ersetzen?

Die Zukunft wird es zeigen. Auf den Themenseiten werden ausgewählte journalistische Beiträge aus der Sicht eines Lesers kommentiert und hinterfragt.

 - Eine private Sichtweise zu Themen des aktuellen Journalismus in Deutschland –